Küfer, ein altes Handwerk lebt

Wussten Sie, dass die Qualität eines Whiskys massgeblich davon abhängt, wie lange und in welchem Fass er gereift ist?

 

 

Heute ist der Whisky, was lange Jahre der Wein war. Whisky wird degustiert, diskutiert, und beurteilt. Und findet weltweit immer mehr Liebhaber. Erst wenn der Whisky einige Jahre in alten Eichenfässern lagert, bekommt er sein unverwechselbares Aroma und seine warme Farbe. Hinter all dem steht ein uraltes Handwerk. Das der Küfer. Wie seit hunderten von Jahren fabrizieren und reparieren sie Fässer in anspruchsvoller Handarbeit. Dafür brauchen sie eine 4-jährige Ausbildung. Und viel Geschick, ein gutes Auge, ein hervorragendes Gefühl für das Material, und natürlich körperliche Kraft.

 

 

Die Küfereien im schottischen Hochland können sich nicht über mangelnden Nachwuchs beklagen. Nach wie vor interessieren sich viele junge Männer (Frauen sind äusserst selten) für dieses stolze Handwerk.

 

 

Nach der Ausbildung arbeiten die Küfer während 45 Stunden pro Woche im Akkord, z.B. in der Kooperative von Speyside. Ihre Hauptarbeit besteht in der Reparatur und «Renovation» der angelieferten Sherry-Fässer. Täglich bearbeiten sie bis zu 20 Fässer. Jedes ist einzigartig und braucht eine individuelle Bearbeitung. Mit geübtem Auge erfasst ein erfahrener Küfer sofort, welche Behandlung ein Fass braucht. Das oberste Ziel; soviel Material wie möglich zu belassen, ausgetauscht wird nur wenn unbedingt nötig.

 

 

Über Geld wird auch in Schottland diskret geschwiegen. Doch es gibt Stimmen die behaupten, dass die Küfer zu den bestverdienenden Arbeitern der Whiskybranche gehören.

 

 

 

Regula Hunziker, perspectiv GmbH

 

Kooperative von Speyside: http://www.speysidecooperage.co.uk/